Das ist schon eine wunderbare Gegend dort in Radebeul - und passend für's Karl May Fest sowieso. Da gab es den zentralen Platz fürs nicht so lauffreudige Volk und in den Hängen drumherum ein paar Camps. Die waren jeweils etwas themenbezogen.
 


 
Jede Stunde wurde die Bank überfallen. Da sage noch einer, im wilden Westen gabs keine Ordnung! Mit viel Geschrei wurde dann der Tresor auf die Straße geschleppt und mit viel Geballer geöffnet.


 
Da konnte man dann sehen, wie lange es die Firma "Franz Jäger, Berlin" schon gab.


 
Jeder wollte der Erste sein beim Reingreifen. Als dann nur ein Karton Schokoladentaler drin war, wurden die als unbrauchbar eingestuft und wütend in der Gegend verstreut. Die Kinder fanden sie allerdings nicht so unbrauchbar.


 
Music House - nun ja, was es doch alles gab damals.
Wir glaubens halt mal...
Da spielten dann diverse Bands - was schon - natürlich Country-Musik. Es zeigte sich wieder mal - die Tschechen haben ein Händchen dafür.


 
Allerdings waren auch die "Schellack-Brothers" aus D + NL sehr gut.
 
Eine Gruppe mit Knödel-Country war leider später auch dran. Aber ich wollte ja sowieso etwas in den Camps herumlaufen.


 
Die "Felsenbühne Rathen" hat zu Werbezwecken aus ihrem Winnetou-Theaterstück ein Mini-Theaterstück extrahiert und ab und zu abgefahren. Ziemlich abgefahren, das Ganze.


 
Und die Kinder wissen jetzt, daß die Damen auf der Reise durch den wilden Westen damals weiße Schuhe und weiße Kleider mit Goldgürtel trugen. Na schön...


 
Immerhin - Winnetou sah so aus, wie ihn sich der statistische Deutsche vorstellt. Da kann man nicht meckern!


 
Und natürlich gabs Applaus nach einer Viertelstunde Kulturkonzentrat. Für einen Werbe-Trailer haben die das ganz gut gemacht.


 
Bestatter hatten schon immer und überall ihr Auskommen.


 
Und der Herr ist also der Vorfahre von unserem beliebten Olsenbandenmitglied - so so, schau an !


 
Der Schwerverbrecher mußte nie besonders lange drin bleiben. Woran erinnert mich das nur?


 
Im Saloon spielten die "Fünf Patronenhülsen". Die haben mit dem gleichnamigen Buch allerdings nix zu tun. Sondern griffen wahllos in die Popmusik-Kiste und spielten das dann als Country-Rock-Schrammel-Rap Variante. Zum Hin- und Wegschmeißen! Herrlich!


 
Klar, daß für Bier und Bulette gesorgt war. Und alles mögliche, was man sich sonst noch hineinstopfen sollte. Und diverse Stände mit essentiell wichtigen und brauchbaren Sachen. Na ja, ist halt ein Volksfest. Man darf da nicht so streng historische Maßstäbe anlegen.


Ich denk manchmal, auch (unter Anderem) dank Karl May ist das Ansehen der Indianer in Deutschland nie sehr beschädigt gewesen. Mag sein, manchmal leicht verzerrt, idealisiert, sonstwie - aber nie beschädigt. Das ist doch immerhin etwas. Trivialliteratur mit einer gewissen Eigendynamik ist nicht zu unterschätzen.